Unterdiessen – 60 Jahre SV Unterdiessen – das war genau der richtige Anlass, den traditionellen und vor allem prestigeträchtigen „Fuchstal-Pokal“ im Jubiläumsjahr auf dem Gelände des „Geburtstagskinds“ auszutragen.
Vier Mannschaften kämpften in der Samstagshitze um den begehrten Cup: Die Kreisligisten VfL Denklingen, SV Fuchstal und FC Blonhofen sowie Kreisklassist SV Unterdiessen als unterklassigste Mannschaft – und der Pokal, dazu ein Ball und ein Tragl Bier, ging zum achten Mal, wie immer seit 2019, an Seriensieger Denklingen. Der erste Erfolg für den neuen Trainer Armin Sanktjohanser.
Im ersten Halbfinale hatten die Allgäuer aus Blonhofen schon mal für eine Überraschung gesorgt, als sie Fuchstal mit 3:2 ins Spiel um Platz 3 schickten. Im anderen Halbfinale wurde Denklingen seiner Favoritenrolle gerecht und erreichte durch ein 2:0 gegen Unterdiessen das Finale. Überraschung auch im Spiel um Platz 3: Da gewannen die Gastgeber nach dem Einlagespiel der siebten Mannschaft von Zweitligist FC St. Pauli gegen die AH der Gastgeber nach 0:1-Pausenrückstand (Torschütze: „Nur-noch-Spieler“ Muriz Salemovic) durch einen Doppelpack von Tobias Gleich und einen Treffer von David Sippel mit 3:0 – und Trainer Werner Pfatischer war sichtlich zufrieden. Während SVF-Kollege Max Polster angefressen vom Platz stapfte.
Im Endspiel konnte der VfL seine Vorjahreserfolge wiederholen – auch wenn sich der Bezirksliga-Absteiger gegen die gut organisierten Blonhofener (Trainer ist der ehemalige Denklinger und Unterdießener Coach Franz Zimmermann) zunächst ein bisschen schwer tat. Doch dann boten sie „eine sehr reife, erwachsene Vorstellung“ (Sanktjohanser) und Elias Socher, der Neuzugang vom SV Reichling, Domi Karg und Andreas Schleich (zusammen mit Gleich und dem Blonhofener Valentin Bauer mit je zwei Treffern Torschützenkönig des Turniers) sorgten für klare Verhältnisse.
„Die ganze Mannschaft freut sich sehr über diesen Turniersieg. Das war ein sehr guter Auftakt für unsere gemeinsame Zukunft“, so Coach Armin Sanktjohanser happy. „Und ich bin froh, dass ich 120 Minuten lang (jedes Spiel dauerte 2 x 30 Minuten/d. Red.) wichtige Erkenntnisse gewonnen habe. So habe ich mir den Start vorgestellt.“ Und Routinier Johannes Greif ergänzte und erklärte den Wert der Veranstaltung: „Wenn man diesen Pokal gewinnt, kommt man gut in die Saison. Deshalb ist dieser Turniersieg auch immer wieder etwas ganz Besonderes.“