Landsberg – Die Kreisliga Zugspitze, Gruppe 2, hat es in der Spielzeit 2026/27 in sich: Erstmals sind fünf Mannschaften aus dem Landkreis Landsberg am Start. Mit dem TSV Landsberg II und dem SV Fuchstal zwei „etablierte“ Teams, mit dem FC Issing und dem SV Igling zwei Aufsteiger und mit dem VfL Denklingen ein Absteiger aus der Bezirksliga – dazu „Nachbarn“ wie Peiting, Altenstadt, Aich, Wildsteig oder Türkenfeld – da jagt ein Derby das andere …
Nach Platz fünf in der vergangenen Spielzeit zählt der TSV Landsberg II in der neuen Saison zu den Top-Meisterschaftsfavoriten. Klar: Der Regionalliga-Aufsteiger braucht dringend einen sportlich anspruchsvollen „Unterbau“ in der Bezirksliga, damit gerade die talentierten, jungen Spieler einen Anreiz haben, zu bleiben und nicht den Lockrufen anderer Vereine erliegen.
Damit’s klappt, hat der schuhplattelnde Trainer Mike Echter (37) gewaltig auf dem Transfermarkt zugeschlagen und zwei Top-Verstärkungen zum TSV zurückgeholt. Da ist zum einen Routinier Daniel Neuhaus (33), der Bruder von Nationalspieler Flo Neuhaus, der nach vier Jahren beim VfL Kaufering (wo er letzte Saison aber nur in der Zweiten in der Kreisklasse spielte) und zwei Jahren beim FC Penzing für Landsberg auflaufen wird, wo er schon vor zehn Jahren in der Bayernliga spielte. „Er hat wieder richtig Bock“, freut sich Echter über Transfer-Coup Nummer 1.
Nummer 2 ist ebenfalls ein alter Bekannter, sein Bruder spielt aktuell sogar in der Ersten: Alessandro Mulas (26), von 2019 bis 2022 für den TSV in der Bayernliga am Ball, hat seine Zelte in Neugablonz (nach zuletzt 15 Toren in 18 Spielen) abgebrochen und kickt wie sein kleiner Bruder Tiziano (24) künftig wieder am Lech und soll Echter wie Ralf Mätz (33) als spielender Co-Trainer unterstützen.
Neu dabei auch Keeper Marco Dzwonik (21/früher Kaufering/zuletzt Oberweikertshofen) – sowie sechs Youngsters aus der U19-Meistermannschaft, die vergangene Saison zum Teil schon immer wieder mal in der Zweiten aufgelaufen sind: Fabi Schneiders, Jannik Pils, Luca Heiler, Paul Dech, Jonas Grellmann. Und natürlich Torjäger Luca Dollinger (19), der aber genauso wie Tadeus Henn (22) eigentlich zum Kader der Ersten gehört.
„Eine gute Mischung“, sagt Echter. „Die jungen Wilden brauchen Führung“ – die haben sie jetzt. „Zudem stehen nun 18 Feldspieler im Kader, letzte Saison waren es nur neun.“ Ihr Ziel haben die U19-Meister gleich nach dem Aufstieg in die Landesliga klar formuliert: Wir wollen nochmal aufsteigen. Echter bleibt etwas vorsichtiger: „Das Ziel ist besser abschneiden als Platz fünf“, sagt er. „Dafür müssen wir aber unsere Hausaufgaben machen und alles geben. Die Liga ist viel stärker als letzte Saison.“