Landsberg – Zu wenig? Nein! Das war VIEL zu wenig, was Regionalliga-Aufsteiger TSV Landsberg am Samstag im Kellerduell gegen Schlusslicht SpVgg Ansbach gezeigt hat. Man muss nach dieser 1:2-Heimniederlage kein Prophet sein, um vorherzusagen: So wird’s ganz schwierig mit dem Klassenerhalt. So hatte sich Abteilungsleiter Werner Seemüller seinen 49. Geburtstag ganz sicher nicht vorgestellt.

Die Landsberger ohne Mumm, ohne Mut, ohne klare Torchancen (und sogar ohne Stadionsprecher): Ein komplett gebrauchter Tag - und am Ende der letzte Tabellenplatz. Die Strafe folgt am Montag: „Da wird richtig Gas gegeben“, kündigte Trainer René Schröder an. Der Coach war sichtlich angefressen ob der schwachen Leistung seiner Mannschaft: „Da nehme ich nur Leon Bucher und Tizi Mulas raus“, stellte er klar. Mulas war es, der immerhin nach dem frühen 0:1 (Björn Angermeier innder 15. Minute) das 1:1 erzielte – ein Kopfball nach Freistoß-Vorlage von Jeton Abazi (22.). Recht viel mehr klappte in diesem zehnten Spiel des TSV nicht. Da half es auch nichts, dass der Ex-Landsberger Torjäger Maxi Berwein (jetzt 1. FC Penzberg) am Spielfeldrand die Daumen drückte. Müßig, darüber zu diskutieren, ob bzw. dass „Berwy“ der Mannschaft gut täte…

Ganz bitter: Nach einem Foulspiel von Bene Kuhn gab’s in der 75. Elfmeter, den Eric Weeger unhaltbar für Torwart Leo Leimeister zum 2:1-Siegteffer verwandelte. Eine vergebene Chance von Mulas noch kurz vor Spielende und das Regionalliga-Debüt von U19-Talent David Ziegler – das war’s dann auch. Riesen-Enttäuschung vor 450 Zuschauern statt erstem Heimsieg.

René Schröder nach der fünften Saisonniederlage: „Wir haben heute leider keinen guten Tag erwischt. Es hat die Energie gefehlt. Wir mussten unter der Woche auf viele Spieler krankheitsbedingt verzichten und sie heute zum Teil wieder integrieren. Dazu kommen noch einige Verletzte. Das konnten wir heute nicht kompensieren. Auch mit dem Ball war es keine gute Partie“, gab der Coach zu.

Schröder weiter: „Insgesamt war es kein gutes Spiel. Ich glaube, für die Zuschauer war es nicht schön anzuschauen: Viele lange, weite Bälle, viele zweite Bälle. Das Spiel war dann meines Erachtens relativ offen und hätte auf beide Seiten kippen können. Wir hatten vor dem Spiel auch besprochen: Kleinigkeiten können das Spiel entscheiden. So kam es auch: Wir verursachen wieder einmal einen nicht so vorteilhaften Elfmeter, den Ansbach dann zum 2:1-Siegtreffer vollendet. Entsprechend müssen die Glückwünsche heute nach Ansbach gehen."